Anpassung der Erwerbs- und Lieferschwellen in EU‑Mitgliedstaaten

Im Zusammenhang mit der sogenannten Versandhandelsregelung haben die EU-Mitgliedstaaten Anfang 2016 die Liefer- und Erwerbsschwellen teilweise neu festgelegt.

Versendet oder befördert ein Lieferant Gegenstände an nicht steuerpflichtige Abnehmer, kommen die Lieferschwellen zur Anwendung (sog. Versandhandelsregelung – für Deutschland in §3c UStG geregelt). Diese Schwellen bestimmen, bis zu welchem Gesamtbetrag der Entgelte (Warenwert zzgl. Versand- und Nebenkosten, abzüglich Umsatzsteuer) Lieferungen an Abnehmer ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer noch mit der Steuer des Abgangslandes abgerechnet werden können.

Wird die Lieferschwelle überschritten, greift die Versandhandelsregelung. Der Lieferant muss sich in diesem Fall im Bestimmungsland umsatzsteuerlich registrieren und die Lieferung mit der ausländischen Steuer abrechnen. 

Die derzeit gültigen Liefer- und Erwerbsschwellen sind unter der folgenden Adresse abrufbar: http://ec.europa.eu/taxation_customs/resources/documents/taxation/vat/traders/vat_community/vat_in_ec_annexi.pdf

Für nähere Auskünfte und Beratung steht Ihnen Frau Melanie Muser gerne unter +49 (0) 7621 7906-41 oder mmuser@als-cs.com zur Verfügung.