CETA: Freihandelsabkommen mit Kanada tritt in Kraft

Das CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) wird ab Juli 2017 vorläufig angewandt. Kanada darf mit dem Zusatz „ab Inkrafttreten“ auf einer Lieferantenerklärung genannt werden.

In früheren Freihandelsabkommen der EU mit anderen Ländern erfolgte der Ursprungsnachweis üblicherweise durch ein EUR.1-Zeugnis der Zollbehörden. Der Nachweis konnte auch durch eine Ursprungserklärung auf der Rechnung erbracht werden, wenn es sich um einen Ermächtigten Ausführer mit erteilter Bewilligung handelte.

CETA wird von diesen Nachweisen abweichen und das Verfahren des Registrierten Ausführers (REX; Registered Exporter System) nutzen. Dieser Mechanismus wurde bereits für einige Länder im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) umgesetzt und wird künftig für alle APS-Länder gelten. Er erlaubt Registrierten Ausführern die Verwendung einer Ursprungserklärung. Unter diesem Verfahren muss sich ein Ausführer lediglich bei seiner Zollverwaltung registrieren, ein Bewilligungsverfahren ist nicht erforderlich.

Bis zum 1. Januar 2018 dürfen Ermächtigte Ausführer diese Bewilligung auch unter CETA nutzen. Danach müssen auch sie die Registrierung in REX vornehmen, um Ursprungserklärungen im Handel mit Kanada verwenden zu dürfen.

Gerne berät Sie Herr Frank Lauer unter +49 (0) 7621 / 7906-14 oder ccc@als-cs.com zu Fragen rund um CETA und REX.